
Zu meinen Publikationen gehört neuerdings auch mein Blog.
Foto: Dagmar Morath

Weltliteratur, Ästhetik und Poetik, Judaica, Medien, die Künste im Vergleich, hybride Texte in der Globalisierung (Kulturen in ihren Beziehungen, Kulturen in Übergangsgesellschaften, urbane Subkulturen).
Publikationen
(A) Bücher
1. Der israelische Aphoristiker Elazar Benyoëtz. Mit einem Geleitwort von Harald Weinrich (Prof ém. für romanische Sprachen und Literaturen am Collège de France/Paris). Tübingen (Niemeyer-Verlag
Aus dem Geleitwort von Prof. Dr. Harald Weinrich (Collège de France):
"Der Aphorismus - eine eigenartige Gattung. Sie ist, außer durch ihre knappe, prägnante, pointierte Form, auch durch ihren Inhalt definiert: Aphoristik als Moralistik. Bei Elazar Benyoëtz ist diese Kunst, über die europäische Literatur hinweg, auch mit der hebräischen Spruchdichtung verwandt.
In Christoph Grubitz hat Elazar Benyoëtz einen Interpreten gefunden, der den hohen Ansprüchen der Gattung und des Autors gerecht wird. Man darf folglich auch gewiß sein, bei der Lektüre und Betrachtung dieses Gegenstands ein Stück mehr von der Sprache, von der Welt zu verstehen."
Repro: Dagmar Morath
Aus dem Gutachten von Prof. Dr. Harald Fricke (Université de Fribourg):
"Im Typenspektrum möglicher Thesen [Doktorarbeiten] stellt die Arbeit von Herrn Grubitz ein etwas anderes Genre als üblich da: keine neuen Detailaspekte zu bereits wohlbekannten literarischen Werken oder jedenfalls Autoren, sondern die nahezu erstmalige Präsentation eines hochbedeutenden, hochkompetenten und auch hochproduktiven 'unbekannten' Verfassers - also das Genre der 'Entdeckung', das dem Genre der 'literaturhistorischen Rettung' in vieler Hinsicht vergleichbar sein dürfte.
Ungeachtet mancher Einwände muss zusammenfassend hervorgehoben werden, dass es sich hier um eine gelungene Arbeit mit einem enorm weiten Horizont handelt, von ungewöhnlich vielseitiger Bildung und gewandter, häufig origineller Formulierung."
2. (Herausgeber:) Keine Worte zu verlieren. Elazar Benyoëtz zum 70. Geburtstag. Herrlinger Drucke 2007, 182 Seiten
3. In Vorbereitung: Ein Buch zur Geschichte und Ästhetik des Fotojournalismus in der Weimarer Republik
Aus der Rezension von Prof. Ph.D. Delphine Bechtel (Université de Paris-IV Sorbonne, Directrice du CIRCE):
"Grubitz analyse à l'aide d'un appareil théorique convaincant les procédés rhétoriques dans les aphorismes, en particulier l'usage de métaphores figées prises et l'ironie sur la banalisation de l'usage commun des mots que Benyoetz décortique pour en révéler la polysémie. Il propose une analyse étayée par une articulation théorique, alliant de la rhetorique et la philosophie du langage. Le style ludique, l'humeur, et la densité ont pour soubassement une réflexion approfondie sur la langue." (Études germaniques, juillet-septembre 1997)
(B) Aufsätze
1. EinSatz und Collage. Jüdischer Almanach 1993. Jüdischer Verlag bei Suhrkamp 1992, S. 162-167
2. [mit Gerhard R. Kaiser:] Perspektiven einer Analytische Bibliographie zur deutschen Parisberichterstattung aus Paris, in: Differenzierung und Integration. Sprache und Literatur deutschsprachiger Länder im Prozeß der Modernisierung. Berlin 1997.
3. "An Analytical Bibliography of the German Reports from
and about Paris (1789-1933)," by Christoph Grubitz, Gerhard R. Kaiser
(German to English) in Forschungsmagazin der Friedrich-Schiller-Universität Jena 7.1 (1998) 47 (Englische Übersetzung von 2., Übersetzerin: Angela Caren Borchert, University of Western Ontorio/Canada):
4. [mit Gerhard R. Kaiser:] "Eine große Stadt ist eine Moral in Beispielen". Parisbilder 1789-1933, in: Forschungsmagazin der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1998
5. Un genre en exil. Adorno, Canetti, Benyoëtz et l' aphorisme poétique après 1933, in: Fragment(ation), aphorisme poétique. Actes du Colloque internationale à Nantes 1996, éd.: Marie-Jeanne Orteman. Nantes (CRINI: Centre de recherches sur les identitités nationales et l'interculturalité) 1998, S. 61-75
6. Können Wörter lügen? Zur literarischen Form von Derridas "Grammatologie", in: Sprachkunst. Beiträge zur Literaturwissenschaft. Wien (Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften). Jahrgang XXXIX/1998, 2. Halbband, S. 333-344
7. Die deutsche Tiefe und die französische Höflichkeit. Zur Politisierung einer Leitunterscheidung im Paris des Juste-Milieu (1830-1848), in: Nation als Stereotyp. Fremdwahrnehmung und Identität in deutscher und französischer Literatur (=Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, Bd. 76), hrsg. v. Ruth Florack, mit einer Vorbemerkung von Horst Thomé. Tübingen (Niemeyer) 2000, S. 305-318.
8. Eine Reise zu den "Ruinen der Vergangenheit". Paris als apokalyptischer Raum in Holitischers und Masereels Narrenbaedeker; in: Raumkonstruktionen in der Moderne. Kultur - Literatur - Film, hrsg. v. Sigrid Lange. Bielefeld (Aisthesis) 2001.
Aus dem Vorwort der Herausgeberin: "Christoph Grubitz analysiert die Dynamik der Moderne aus einem anderem
Blickwinkel. Sein Aufsatz führt an Holitschers und Masereels Parodie
des Reiseführers ein Zeitbild als allegorischen Stadtplan vor, in den
die Autoren ihre prinzipielle Kritik der Moderne einschreiben. Ein vom
Ersten Weltkrieg abgeleitetes apokalyptisches Weltbild und eine
utopische Projektion folgen darin der überkommenen,
zivilisationskritisch ausgerichteten Antinomie von Natur und Kultur.
Dabei erkennt Grubitz in der emblematischen Zuordnung von Text und Bild
gleichzeitig die Spannung von engagierter Kunst, Ästhetizismus und
bürgerlicher Autonomie-Ästhetik."
9. Die Wirklichkeit der großen Stadt 1924. Ein Denkbild, in: Paris. Bilder der französischen Metropole in der deutschsprachigen Sachprosa zwischen Hermann Bahr und Joseph Roth, hrsg. v. Gerhard R. Kaiser und Erika Tunner. Heidelberg (Winter) 2002, S. 200-216.
10. Das Ansehen ist antastbar. Ein physiognomisches Portrait des Parisbilds im Juste-Milieu, in: Michael Böhler u. Hans Otto Horch: Kulturtopographie deutschsprachiger Literaturen. Perspektivierungen im Spannungsfeld von Integration und Differenz. Tübingen (Niemeyer) 2002, S. 159-177
11. Nutzen für, Hoffnung wider. Walther Rathenaus "Physiologie der Geschäfte" (1901), im Druck
12. Von ausbleibenden Dingen. Hans Mayer liest Walther Rathenau, im Druck
13. An den Grenzen der deutschen Sprache und über sie hinaus. Textlandschaften im Werk von Elazar Benyoëtz. Manuskript eines Vortrags zu einer Tagung auf Burg Rothenfels am Main (23.10.2004)
14. "Menschen und Dingen ihre Namen lassen". Deutsche und Juden, Juden in Deutschland im Werk von Elazar Benyoëtz. Statement zur Podiumsdissium der Tagung zum Werk von Elazar Benyoëtz, Burg Rothenfels am Main (24.10.2004)
15. Lauter AnSätze. Zum Geleit; in: Keine Worte zu verlieren.
Elazar Benyoëtz zum 70. Geburtstag, hrsg. v. Christoph Grubitz und Ingrid
Hoheisel,. Herrlinger Drucke 2007, S. 7-9
16. Gangarten. Zur Motorik des Satzes; in: Keine Worte zu
verlieren, S. 58-62
17. Benyoëtz als Beiträger der Festschrift für Ulrich Sonnemann.
Portrait einer Freundschaft; in: Keine Worte zu verlieren, S. 158-162
(C) Internetpublikationen
1. Beiträger zu einer Web-Site für die Walther Rathenau Gesellschaft, April bis Juli 2002 (www.walther-rathenau.de), html-Seiten im Stile von close reading und Text-Bild-Collagen:
- Letzte Dinge, - Der Sohn, - Aphoristik, - "Noch nie hat es eine Kultur gegeben, die nicht gleichzeitig das Ende einer Aristokratie war". - Rathenau als Briefsteller und Korrespondent - "Staat und Judentum"
2. Von Coltrane zum Barock. Ein Interview mit dem Pianisten und Komponisten Ekkehard Woelk, in: "Jazzdimensions" (Internetzeitschrift), erstmals erschienen: 20.5.2004
3. Drei Portraits von Adorno, Canetti und Benyoëtz, in: www.aphorismus.net/index.php - die kommentierte Aphorismenseite von Tobias Grueterich
4. Wikipedia-Artikel zu Giorgio Agamben
Auswahl von Publikationen aus meinem blog:
5. "Der Geist verabscheut die Gruppenbildung". Paul Valérys Politique de l'esprit
6. Form als Protest. Paul Valéry und die Interaktion in den Oberschichten
7. Elazar Benyoëtz: Das Gedicht, ein verbindlicher Klang
8. Hans Wollschläger: Freundschaften über den Zeiten
9. Dan Tsalka: Der Erzähler und die Bauformen der Erbaulichkeit
10. Emmanuel Lévinas: Ich, in Beziehung
11. Paul Stöcklein: Philologie im Kaffeehaus
12. Ulrich Sonnemann: Die verwaltete Welt, beim Wort genommen
13. Leonid
Balaklav: The Face of Light
14. Peter Horst Neumann: Ein Lehrer der Liebe zum Gedicht
15. Friedemann Spicker: Der Kenner
16. Kompensation des Ästhetischen. Friedemann Spicker erzählt
das Schicksal des deutschen Aphorismus (Rezension)
17. Wort-Musik als tröstlicher Unsinn. Wolfgang Hildesheimer und
die Kunst der Schlaflosigkeit
18. Erich Auerbach: Salat und gemischtes Gemüse. Ein Pastiche
zur Condition humaine
19. Entrückt wie Erinnerung. Der Erzähler Franz Hessel
20. Wie Hund und Katze - Dogma und Aphorismus (Rezension)
21. Von ausbleibenden Dingen. Hans Mayer liest Walther Rathenau
22. Sono
i poeti che fondono ciò che resta: Giorgio Agamben
23. Le
silence du mot: Giorgio Agamben
24. Elazar
Benyoëtz: Le poème, un son obligatoire
25. Kein Stein zuhanden. Aber ein
Schneeball. Peter Horst Neumanns "Lesereise zum eigenen Gedicht" (Rezension)
26. "Wie soll es mir gefallen am Balkan". Friedrich Torberg und
das Überleben der Weisheit in der Anekdote
27. Etuden (Aphorismen)
28. Visite dans un
hospice. Pour E.G. (Poème en Prose)
(D) Essais, Portraits und Features für Rundfunksender und Zeitungen (Auswahl)
1. "Das Wort spielt nicht mit jedem." Hessischer Rundfunk, 18.1.1988
2. Neue Fragen zu alten Antworten. Loris Sturlese (Università degli Studi di Lecce) zum Werk Meister Eckharts, in: Freiburger Nachrichten (Schweiz)
3. "Wie eine Ballerina auf dem Küchentisch". Ein Portrait der Malerin Swetlana Nowoshilova aus Bornheim, in: Frankfurter Neue Presse 1995
4. Die Miniaturenmalerin Metavel aus Tel Aviv illuminiert das Buch Ruth, in: Heinrichsblatt, April 1995
Metavel: Illustration des Lieds der Lieder, 1998
Metavel, geboren in Algerien, ist 1960 nach Israël immigriert. Dort war sie zunächst Kulturattachée der französischen Botschaft in Tel-Aviv von 1966 bis 1979. Seither hat sie sich der Malerei und dem Studium der Gravur in Tel-Aviv gewidmet. "Metavel" ist der Künstlername von Renée Koppel. Das hebräische Wort meint das "Eintauchen": nämlich in die "Mischna". "Mischna" bedeutet wörtlich die "Wiederholung": nämlich der biblischen Religionsgesetze. Hier meint es offensichtlich all die Bild-, Farb- und Formphantasie, die Metavel an den Tag legt, wenn sie aus Tora und Mischna auftaucht.
5. Voltaire: "Candide oder der Optimismus", in der Reihe "Klassiker, neu gelesen", Frankfurter Neue Presse, Beilage "Freizeit", 13.5.1995, S. 9
6. Martin Buber: Dialog und Vergegnung. Ein Portrait aus Anlaß seines 30. Todestags, in: Heinrichblatt, Mai 1995
7. Feature-Serie zur Neuen Armut, in: Heinrichsblatt, Dezember 1995
8. Feature-Serie zum jüdischen Leben in Nordbayern, in: Heinrichsblatt, Februar 1995
(E) Beiträge für Lexika
5 Artikel im Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte, hrsg. v. Andreas Kilcher. Stuttgart/Weimar (Metzler) 2000, zu: Elazar Benyoëtz, Matthias Hermann, Ludwig Kalisch, Erwin Loewenson und Julius Rodenberg
(F) Kritik
in: Sprachkunst (komparatistische Zeitschrift der Österreichischen Akademie der Künste)
1. Friedemann Spicker: Der Aphorismus. Begriff und Gattung von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1912 (=Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte; Band 11 [245]), Berlin und New York (de Gruyter) 1997, XIV + 484 S.; in: Sprachkunst , Beiträge zur Literaturwissenschaft. Jahrgang XXXIX/1998, S. 172-178
2. Abgerissene Einfälle. Deutsche Aphorismen des 18. Jahrhunderts. Mit einem Nachwort, hrsg. Von Harald Fricke und Urs Meyer (=Bibliothek des 18. Jahrhunderts), München (Beck) 1998, 273 S., in: Sprachkunst , Beiträge zur Literaturwissenschaft. Jahrgang XXXIX/1998, S. 172-175
|